ÜB
ER

UN
S

Story

Ein Ort für Begegnung, Bildung, Inspiration und Ermutigung – dranzubleiben für den Frieden. Das ist die Vision der Ilanzer Dominikanerinnen für Ihr Vermächtnis an die Zukunft.

Die 1865 gegründete Frauengemeinschaft schloss sich 1895 dem Dominikaner-Orden an und wirkte über Jahrzehnte in Schulen und Spitälern in der Schweiz sowie in Übersee. Die weltzugewandten Frauen engagieren sich seit jeher für die Frauenbildung und bieten bis heute engagierten Frauen mit den populären Ilanzer Klostergesprächen ein Podium. Auch «nicht von einem anderen Stern» kommt die TV-Nonne Ingrid Grave, die jahrelang die «Sternstunde Religion, Kunst und Philosophie» beim Schweizer Radio und Fernsehen moderierte.

Das Kloster in Ilanz hat sich im Verlauf der Jahre stark verändert. Und Veränderungen stehen bevor. 1969 wurde der durch Le Corbusier inspirierte Neubau des Zürcher Architekten Walter Moser bezogen. Dieses imposante moderne Kloster in kubischen Formen zählt zu den 52 besten Bündner Bauten. Unter einem Dach gibt es ein Gästehaus, ein Alterspflegeheim für die eigenen Schwestern und eine Missionsprokur. In den Räumen der ehemaligen Internatsschule befindet sich heute u.a. das Haus der Begegnung. Ein Haus für Tagungen, Bildung und Feriengäste.
Im Kloster leben heute rund 90 Schwestern, viele von ihnen sind sehr betagt. Die Frauengemeinschaft fragt sich: Was wird in 20 Jahren sein? Ihr Geist soll auf jeden Fall weiterleben und das Kloster ein Ort der Begegnung zwischen Kulturen und Konfessionen bleiben. Ihre Vision: Das Haus der Begegnung soll zu einem Zentrum des Friedens werden.

Der Ilanzer Sommer ist ein Projekt für Friedenskultur und findet jährlich in der Sommerzeit im Haus der Begegnung und weiteren Lokalitäten in Ilanz statt. Der mehrtägige Anlass wird vom Verein Forum für Friedenskultur verantwortet. Dieser setzt sich für friedensförderndes Handeln im Privaten, im Unternehmerischen, im Bildungswesen und in den Medien sowie im öffentlichen Diskurs ein. Kultur spielt eine wichtige Rolle: Musik und Kunst überwinden Sprachgrenzen und Kulturschranken. Sie öffnet Spielräume für kreatives Zusammenkommen. Der Verein folgt dem Grundsatz: Friedliches Zusammenleben ist kein Zustand, friedliches Zusammenleben ist eine Haltung.

Wie begegnen wir Gegensätzen, Vorurteilen, Zukunftsängsten friedlich, wenn nicht durch Dialog?